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Sprache und Rassismus

28. April 2026
Quelle: pixabay@marsjoSymbolbild: Antirassismus

Die Veranstaltung zum Internationalen Tag gegen Rassismus am 20. März 2026 in der Kreisgeschäftsstelle der Linken in Rendsburg war nicht nur gut besucht – sie war lebendig, nachdenklich und bewegend. Unter dem Motto »Rassismus und Sprache« entstand ein Raum, in dem gemeinsam hingeschaut, hinterfragt und gelernt wurde.
Bereits der Einstieg machte deutlich, wie nah das Thema am Alltag ist: Viele der angesprochenen Begriffe sind so selbstverständlich geworden, dass sie kaum noch auffallen. Genau hier setzte die Veranstaltung an – ohne Schuldzuweisungen, aber mit dem klaren Anspruch, Bewusstsein zu schaffen und Veränderungen anzustoßen.
In der anschließenden Gruppenarbeit wurde es intensiv: Anhand konkreter Textbeispiele diskutierten die Teilnehmenden engagiert darüber, wo Sprache beginnt auszugrenzen. Unterschiedliche Perspektiven trafen aufeinander, es wurde widersprochen, ergänzt, neu gedacht – ein Prozess, der sichtbar machte, wie wichtig der gemeinsame Austausch ist.


Besonders eindrucksvoll war die offene Diskussionsrunde zum Abschluss. Persönliche Erfahrungen wurden geteilt, Unsicherheiten ausgesprochen, und viele nahmen spürbar neue Impulse mit. Immer wieder waren Momente des Innehaltens zu spüren – und jene Aha-Erlebnisse, die zeigen, dass sich etwas bewegt.

In angenehmer Atmosphäre bei veganen Snacks und Getränken klang der Abend aus – jedoch nicht, ohne nachzuwirken. Die Veranstaltung hat deutlich gemacht: Sprache ist nicht neutral. Doch genau darin liegt auch die Chance – sie bewusst zu verändern und damit einen Beitrag gegen Rassismus zu leisten. (ST)