Was ist nur los in dieser Stadt? So oder so ähnlich fragte so mancher Rendsburgerin irritiert, als er und sie von der Schließung der T-Stube hörte.
Die Schließung erfolgte allerdings nicht durch einen einzelnen »Ratsbeschluss«, sondern durch die Kündigung des Nutzungs- bzw. Überlassungsvertrags durch die Stadt Rendsburg.
Nach Angaben des Vereins wurde der Überlassungsvertrag von der Stadt so gekündigt, dass die Nutzung der Räume zum 31.1.2026 enden sollten. Öffentlich gemacht hatte die T-Stube diese Kündigung in einem Aufruf »Über 50 Jahre Kultur sollen einfach verschwinden?!«, in dem von einer fristgerechten Kündigung berichtet wurde.
Formal handelte es sich um eine einseitige fristgerechte Kündigung des bestehenden Überlassungsvertrags durch die Stadtverwaltung, nicht um einen gesonderten politischen Beschluss zur »Schließung« der T-Stube als Verein. Der Verein betonte, dass die Kündigung hintenrum kam, während parallel Gespräche mit Ordnungsamt und Bauaufsicht über sicherheitstechnische Auflagen liefen. Sie überraschte und erfolgte ohne vorhergehende Kommunikation mit den aktuellen Nutzer*innen.
Aus linker Perspektive ist der Erhalt der T-Stube in Rendsburg ein wichtiges Anliegen, da sie als selbstverwalteter linker Schutzraum und kulturelles Zentrum eine unverzichtbare Rolle für fortschrittliche Menschen und alternative Kultur spielt. Die T-Stube bietet Raum für eigenverantwortliche kulturelle und politische Aktivitäten, von Konzerten bis zu politischen Diskussionsrunden, und fördert dabei linke, emanzipatorische Werte sowie den Schutz vor Diskriminierung und rechter Vereinnahmung. Die Linke in Rendsburg spricht sich entschieden gegen die Schließung des Kulturzentrums aus, da das Fortbestehen dieser Freiräume essenziell für eine vielfältige, solidarische und politische Linke ist.
Die T-Stube versteht sich selbst als ein Ort, an dem sich alle Gäste sicher fühlen sollen, frei von Diskriminierung und gesellschaftlichen Ausgrenzungen. Der Verein legt großen Wert auf die Selbstverwaltung und das Hausrecht, um rechte und diskriminierende Gruppierungen auszuschließen. Dies schafft einen Raum, der nicht nur kulturell, sondern auch sozial-politisch eine wichtige Funktion für progressive Gruppen übernimmt.
Deshalb steht der Erhalt der T-Stube auch im Zusammenhang mit dem Erhalt von Freiräumen in der Stadt generell, die laut linker Kritik durch Gentrifizierung, Immobilienleerstand und Stadtentwicklungspläne bedroht sind. Linke Positionen betonen die Bedeutung der Stadt als sozialen Lebensraum, in dem Kultur nicht