Die Geschichte der Linksjugend [’solid] reicht zurück in das Jahr 1999, als sich in Hannover rund hundert Jugendliche und junge Erwachsene zusammenschlossen und den Jugendverband [’solid] – die »sozialistische Jugend« gründeten.
Dabei ging die Initiative von Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft »Junge Genoss*innen« in und um die Partei des Demokratischen Sozialismus, kurz PDS, sowie von parteilosen Jugendlichen aus.
Ziel war es, eine linke, sozialistische Jugendorganisation zu schaffen, die kulturpolitisch und politisch um die Herzen und Köpfe junger Menschen kämpft.
Die [’solid] verstand sich dabei als eigenständiger Jugendverband mit einer antikapitalistischen, feministischen, basisdemokratischen und antifaschistischen Ausrichtung. Er war parteinah, stand an der Seite der PDS, definierte aber viele Inhalte unabhängig. 2000 wurde die »Solid« von der PDS offiziell als Jugendverband anerkannt.
Im Jahre 2007, nach dem Zusammenschluss von PDS und WASG zur Partei »Die Linke«. wurde die »Solid« mit anderen linken Jugendstrukturen (zum Beispiel der WASG-Jugend) zur gemeinsamen Jugendorganisation der Partei »Die Linke« neu gegründet: zur »Linksjugend [’solid]«. Gleichzeitig wurde der Studierendenverband »Die Linke SDS« Teil dieses Verbands.
Seitdem war die »Linksjugend
[’solid]« bei zahlreichen politischen Protesten und Aktionen aktiv. Sie engagiert sich in zahlreichen sozialen Bewegungen und politischen Kampagnen, darunter Proteste gegen Gipfeltreffen (G8, G20, G7), setzt sich für Klimapolitik ein, nimmt an Bildungsstreiks und antifaschistischen Aktionen teil.
Die Organisation arbeitet basisdemokratisch, mit vielen lokalen Basisgruppen. Sie stellen die Grundlage für ihre politische Arbeit dar. Parallele zu den lokalen Aktivitäten organisiert die Linksjugend Aktionen und Netzwerke auf Landes- und Bundesebene.
Sie hat sich als wichtige Plattform für linke Jugendpolitik etabliert und stellt mehrere Mitglieder in Parlamenten, die über die Partei »Die Linke« zugelassen werden.
Die politische Ausrichtung ist klar antikapitalistisch, sozialistisch, feministisch und antifaschistisch mit dem Ziel der Überwindung von Kapitalismus, Rassismus und Patriachat.
Die Linksjugend [’solid] arbeitet auch international mit anderen linken Jugendorganisationen zusammen und agiert als Teil emanzipatorischer Bewegungen.
In den letzten Jahren ist die Organisation rapide gewachsen und zählt inzwischen über 7.000 Mitglieder in mehr als 200 Basisgruppen.
Zusammengefasst zeigt die Entwicklung der Linksjugend [’solid] einen Prozess der Vereinigung linker Jugendstrukturen zu einem starken, parteinahen Jugendverband der Partei »Die Linke« mit einem breit gefächerten Engagement für soziale Gerechtigkeit, Basisdemokratie und antifaschistische Politik. (ST)