Editorial

Liebe Genoss*innen, liebe Freund*innen!
Wir leben in unruhigen Zeiten – Errungenschaften der letzten Jahrzehnte werden ausgehebelt, sozialer Abbau greift um sich. Über das Land weht ein eisiger Wind der sozialen Kälte. Verwirrung und Resignation machen sich breit: »Es wird schon nicht so schlimm werden!« – ein gefährlicher Irrglaube. Während bei den Schwächsten bereits gekürzt wird, werden Reiche und Konzerne gestärkt. Die Mieten explodieren, Schulen verfallen, Alters- und Kinderarmut wachsen – doch Milliarden fließen in Rüstung. Deutschland soll wieder »wehrhaft« werden, und das alte »Harte Männer braucht das Land!« ertönt erneut. Eine Wehrpflicht soll wieder her. Doch wollen wir all das zulassen? Klassenkampf ist aktueller denn je! Solidarität ist unbequem – aber notwendig. Wer sich in Bequemlichkeit einrichtet, fördert das Erstarken rechter Kräfte. Der Weg in autoritäre Verhältnisse ist längst bereitet. Das Braun von damals ist das Blau von heute. Und wenn wir nicht Widerstand leisten, die Gefahr als Gesellschaft nicht erkennen, mögliche keine Bündnisse bilden und alles Trennende nicht hinter uns lassen, werden sie gewinnen.
Oh, Laufrad der Geschichte, warum überholst du dich selbst – schaltest auf »Reset«? Und dann? Regieren dann wieder Terror und Verfolgung?
53 Tage brauchte Hitler, um die damalige Demokratie zu demontieren. Nicht einmal zwei Monate! Nach Hitlers Machtantritt wurden Gegner verfolgt, gejagt, entrechtet.
»Und einige glauben noch immer, uns passiert das nicht?« Wer heute das wahre Interesse hinter der Fassade der AfD nicht erkennt, läuft Gefahr, Geschichte zu wiederholen.
Widerstand klingt in der Rückschau heroisch, ist aber harter Alltag: Verzicht, Mut, Opfer. Doch ohne diese Haltung wird sich nichts ändern. Klassenkampf beginnt bei uns – hier und jetzt! Raus aus der Komfortzone, weg vom Denken: »Andere werden es schon richten!« Nein – sie werden es nicht!
Die Ärmsten spüren das Unrecht zuerst, doch es wird nicht bei ihnen Haltmachen. Lasst uns also jetzt handeln, solange wir es noch können! Begegnen wir ihrer Gier und Menschenverachtung mit Liebe, Solidarität, Mitgefühl, Toleranz und Achtsamkeit.
Gemeinsam statt allein! Zeigen wir Haltung – auch 2026!
Eure Linksrum-Redaktion












