Queere Szene – Hintergrund und Entwicklung in Deutschland

Die Linke beim CSD in Rendsburg
Die Linke beim CSD in Rendsburg

Die queere Szene in Deutschland hat eine lange Geschichte.

Sie war und ist schon immer geprägt von Kriminalisierung, Diskriminierung und Ausgrenzung. Aber auch von Widerstand und Emanzipationsbewegung.Bereits im Kaiserreich kämpften gleichgeschlechtlich Liebende und gender-nonkonforme Menschen gegen Vorurteile und Ausgrenzung.
In der Weimarer Republik gab es erste Aufbrüche in eine richtige Richtung. Doch mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus kam es zu extremer Verfolgung.

Nach dem zweiten Weltkrieg führten die 1970er Jahre zu neuen emanzipatorischen Bewegungen, symbolisiert durch Initiativen wie die »Rote Zelle Schwul« in Frankfurt und anderen öffentlichen Aktionen.

(Die »Rote Zelle Schwul« war eine Emanzipationsgruppe der neueren deutschen Schwulenbewegung in Frankfurt am Main, die von Anfang bis Mitte der 1970er-Jahre bestand.) Als Zusammenschluss von homosexuellen Männern forderte die »RotZSchwul« die aus späterer Sicht so bezeichnete »Sichtbarmachung von Homosexualität« und setzte sich für die Emanzipation von Homosexuellen auf der Basis ihres Andersseins ein. (Quelle: Wikipedia)

Die Aidskrise der 1980er-Jahre stellte eine weitere Zäsur dar, gefolgt von einer Zeit der Anerkennung und Normalisierung seit den 1990er-Jahren, wobei sich die Szene dabei zunehmend diversifizierte und intersektionale Kämpfe an Bedeutung gewannen.

Ein bedeutender Meilenstein war die Abschaffung des Paragrafen 175 StGB 1994. Dem folgten dann später die Einführung der »eingetragenen Lebenspartnerschaft« 2001 und »die Ehe für alle« 2017.
Da wir als Linke darum wissen, dass queere Menschen bei uns hier in Deutschland noch immer oder auch zunehmend wieder in vielen Lebensbereichen Diskriminierung und Ausgrenzung erfahren, vertritt Die Linke eine klare Position zur queeren Szene und setzt sich für eine vielfältige und bunte Gesellschaft ein, in der alle Menschen nach ihren Bedürfnissen leben und lieben können, ohne Angst vor Diskriminierung, Registrierung, Armut oder Gewalt haben zu müssen! Wichtig ist der Linken die Verbindung von Selbstbestimmung mit sozialer Sicherheit, damit queere Menschen ohne Angst verschieden sein können.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass linke Politik die Queeren Entwicklung in Deutschland durch eine umfassende solidarische und soziale

Perspektive stark beeinflusst hat. Sie verbindet emanzipatorische Forderungen nach rechtlicher Gleichstellung mit dem Ziel, die sozialen Lebensbedingungen queerer Menschen zu verbessern und strukturelle Diskriminierung abzubauen. Dabei spielt die linke Identitätspolitik eine wichtige Rolle, die die Anerkennung und Sichtbarmachung von queeren Lebensrealitäten und Erfahrungen in den politischen Diskurs einbringt und so gesellschaftliche Veränderungen antreibt

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